Bad Hair Days
Seit grob geschätzten zwei Jahrzehnten schreibe ich ein Buch. Mit mässigem Erfolg. Wer hätte gedacht, dass sich zwei Buchdeckel so schwer füllen lassen?
Im Alter von dreiundzwanzig Jahren war ich unter dem starken Einfluss von spätpubertären Gefühlsgewittern zur Überzeugung gelangt, die Welt brauche dringend meine Memoiren. Ich war zu jener Zeit ziemlich fleissig und hämmerte nächtelang und äusserst emotionsgeladen vermeintliche «Weisheiten» auf die Tastatur meiner kleinen Reiseschreibmaschine, als gälte es, meine Gedanken für die Ewigkeit in Stein zu hauen. Das Werk wurde nie vollendet und gilt seitdem als «verschollen».
Ein paar Mondphasen später begann ich Kurzgeschichten zu schreiben, persönliche Anekdoten für ein Buch mit dem Titel «Bad Hair Days». Und solche habe ich im Laufe der Jahre nun wirklich jede Menge, natürlich jeweils durch eigenes Verschulden, herbeigeführt.
Vorläufig veröffentliche ich hier eine Geschichte, der Rest muss noch neu «gestylt» werden. Eine Metapher, die auch Frisöre verstehen.
