Fahrradfahrreimen
Die meisten meiner Gedichte entstehen beim Fahrradfahren. Das mag erstaunen, ist jedoch kein Anlass zur Sorge. Die Sicherheit im Strassenverkehr leidet nicht darunter.
Der Bewegungsablauf beim Radeln scheint gewisse Bereiche in meinem Gehirn zu aktivieren, und oft «fliegen» mir irgendwelche Formulierungen zu, die sich in meinen Gedanken einnisten und gereimt werden wollen.
Die Kunst besteht anschliessend darin, die guten und brauchbaren Ideen so lange im Kopf zu behalten, bis ich sie aufschreiben kann.
Mein «Trick» dabei ist, die Reime während der Entstehung zu vertonen. Klingt absurd, ich weiss, aber was tut man nicht alles, um das Kurzzeitgedächtnis auf Trab zu halten. Daher singe ich manchmal beim Fahrradfahren. Nun ja, es gibt abwegigere Skurrilitäten.
Wer weiss, vielleicht wird das «Fahrradfahrreimen» ja irgendwann eine olympische Disziplin …
Die meisten meiner Gedichte haben also eine «heimliche» Melodie. Aber keine Angst, ich werde die Gedichte hier nicht vorsingen.
Man darf sie in aller Ruhe lesen, ganz ohne musikalische Untermalung.
